Westerburger Kontakte

Liebe Kolleginnen und Kollegen, liebe Freunde der Westerburger Kontakte,

1982 gründeten 5 Zahnärzte und 1 Zahntechniker in Westerburg ein kleines Fortbildungsinstitut. Gemeinsam wollten wir unsere Sicht der Zahnmedizin erweitern, üben, diskutieren und das Erlernte am Patienten umsetzen. Nach langen Debatten wurde ein Name gefunden: Westerburger Kontakte – Werkstattkreis für Zahnärzte, Zahntechniker und zahnärztliche Helferinnen. Der Name stand für Teamfortbildung in kleinen Gruppen von 12 bis 14 Teilnehmern.

Dank charismatischer Lehrer wie Arne Lauritzen, Alex Motisch und ganz im Besonderen Rudolf „Rudi“ Slavicek stand für die Westerburger Kontakte die Funktion und Dysfunktion des Kauorganes im Mittelpunkt. Diese Thematik war damals hochaktuell. Praktische Arbeitskurse zur klinischen Untersuchung, zur Instrumentation, zur Funktionstherapie, zur funktionsgerechten Rehabilitation waren regelmäßig überbucht. In den letzten Jahren flaute das Interesse ab, die Teilnehmerzahlen gingen zurück.

Seit geraumer Zeit bemerken wir eine Wende. Intensive Arbeitskurse zu Basistätigkeiten und Grundlagen der Zahnmedizin werden wieder vermehrt nachgefragt.

Neue faszinierende Materialien, hochfeste Keramiken, die großteils minimalinvasiv verarbeitet werden können, erobern den Markt. Parallel zu ihrer Verbreitung steigen aber auch die Misserfolge. Diese praktisch „unzerstörbaren Keramiken“ erfordern in ihrer Anwendung am Patienten großes Wissen über die Funktion des Kauorgans, aber auch der Werkstoffkunde, stellen hohe Anforderungen an Präzision und Beachtung der funktionellen Gesetzmäßigkeiten. Schäden, die bei unsachgemäßer Behandlung entstehen, sind meist größer als bei der Verarbeitung von Goldlegierungen, Schichtkeramik und Kunststoffen. Sicherlich liegt hier zum Teil die neuerdings hohe Nachfrage nach „Funktionskursen“ begründet.

Seit Jahren wird die Entwicklung von Computerprogrammen vorangetrieben, um Kauflächen virtuell zu gestalten. Diese Entwicklung ist zu begrüßen, muss jedoch immer wieder kritisch hinterfragt werden. Bei der Entwicklung von solchen Computerprogrammen ist ein großes Wissen über die Funktion des Kauorganes die Basis für ihre nutzbringende Anwendung an unseren Patienten. Wissen nicht nur seitens der Entwickler, sondern in gleichem Maße bei den behandelnden Zahnärzten/-innen.

Speziell bei minimalinvasiven Rekonstruktionen muss der Behandler bei der Präparation funktionsgerecht Höcker und Einschnitte festlegen. Ist das nicht der Fall, ist es weder dem Zahntechniker mit hohem Fachwissen noch einem Computerprogramm möglich, eine sowohl der Funktion, aber ganz speziell der Parafunktion gerechte Okklusion zu schaffen.

„Back to the roots“ heißt: Wir wollen für alle, die sich mit dieser wichtigen Thematik beschäftigen, in Westerburg ein Podium bieten, miteinander zu diskutieren, aber auch in der praktischen Anwendung ihr Vorgehen und Ergebnisse darzustellen.

Die Westerburger Kontakte werden ihr Seminarangebot auf dem Gebiet der Funktion/Dysfunktion erweitern. Die intensiven Hands-on-Seminare werden mit einer Teilnehmerzahl von 8, maximal 12 Teilnehmern stattfinden, um einen intensiven Austausch und Ausbildung zu gewährleisten.

Ihr
Dr. Diether Reusch

Wir über uns

Das privat geführte zahnmedizinische Institut gehört zu den ältesten in Europa. Das High-Tech-Lehr- und Lernumfeld mit eigenem Phantom- und Operationssaal ermöglicht Live-Eingriffe mit höchstem Lerneffekt. Gemeinsame Kursabende in gemütlicher Atmosphäre bieten Raum für persönlichen Meinungs- und Erfahrungsaustausch.„Westerburger Kontakte“ ist als Akademie für synoptische Zahnheilkunde die Dachorganisation über den Dr. Reusch Trainings und zusätzlichen  Intensivworkshops mit namhaften nationalen und internationalen Fachdozenten.