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Individuelle Werdegänge mit gemeinsamem Ziel

Schloss Westerburg: Eröffnungswochenende des 7. Lehrgangs zum Betriebswirt der Zahnmedizin

Aus: DZW Ausgabe 12-13/2016

Freizeit als Ausgleich zu beruflichen Belastungen wird immer kostbarer. Wer also fünf Wochenenden damit verbringt, sich fortzubilden, anstatt anderen Zerstreuungen nachzugehen, hat gute Gründe dafür. Zum Beispiel, wenn die investierte Zeit eben gerade dazu dient, den Alltag am Arbeitsplatz effektiver und damit stressfreier zu gestalten.

Am 11. März trafen auf Schloss Westerburg wieder engagierte Zahnmediziner und zahnärztliches Fachpersonal zusammen, um gemeinsam in die 7. Runde des etablierten Managementlehrgangs zum Betriebswirt der Zahnmedizin zu starten. „Mit 30 Teilnehmern ist der Lehrgang zum wiederholten Male ausgebucht“, so Thies Harbeck, organisatorischer Leiter der Veranstaltung. Die bewusst begrenzte Teilnehmerzahl ist Teil des Fortbildungskonzepts, während die Bandbreite des fachlichen Hintergrunds umso vielfältiger ist. „Die Gruppe ist auch in diesem Jahr wieder sehr heterogen“, bestätigt Harbeck. „Die zukünftigen Absolventen kommen aus Einzelbehandlerpraxen, Gemeinschaftspraxen, sind Geschäftsführer Zahnmedizinischer Versorgungszentren, Studenten, Assistenzzahnärzte oder Behandler mit langjähriger Erfahrung“, fügt er hinzu. Ähnlich verhält es sich bei der Gruppe des Fachpersonals, die sich ebenfalls aus den unterschiedlichsten zahnärztlichen Bereichen zusammensetzt.

So verschieden die Ausgangspositionen sein mögen – die Erwartungen und Ziele gehen in die gleiche Richtung. Betriebswirtschaftliches Basiswissen versetzt freiberufliche Zahnärzte und Existenzgründer in die Lage, ihre Praxen aktiv und gemäß ihren individuellen Vorstellungen zu planen. Das Kursprinzip der Westerburger Gesellschaft für zahnärztliche Praxisführung hat sich seit sieben Jahren bewährt, was jedoch nicht bedeutet, dass die Inhalte in Stein gemeißelt sind. Zu den klassischen Modulen „Selbstmanagement und Unternehmensführung“, „Aufbauund Ablauforganisation“, „Betriebswirtschaft in der Zahnarztpraxis“ und „Marketing und Recht“ kommt erstmals der Bereich „Benchmarking“ hinzu – ein Verfahren, das durch die Stellung der eigenen Praxis innerhalb einer Vergleichsgruppe Auskunft über Unterschiede gegenüber den Gruppenbesten gibt.

„Die Inhalte der Kurse werden entsprechend der Marktdynamik in allen Bereichen jährlich angepasst“, erklärt Harbeck. Darin sehen die Veranstalter ein wichtiges Alleinstellungsmerkmal – ebenso wie in den berufserfahrenen Referenten, die Expertenwissen aus ihrem Kompetenzbereich aus erster Hand vermitteln. Zu den Neuerungen 2016 gehört auch das Wolfram-Greifenberg- Stipendium. Gemeinsam mit dem Schirmherren und Dampsoft- Gründer hat das DIPÖ – Deutsches Institut für Praxisökonomie GmbH – das Stipendium aufgesetzt. Die Stifter möchten damit junge talentierte Zahnärzte fördern, denen durch die Unterstützung des Instituts der Weg in die Selbstständigkeit ermöglicht beziehungsweise erleichtert werden soll.

Als Bewerber sind Kandidaten vorgesehen, die spätestens im Vergabejahr ihre Promotion absolvieren oder bereits – dann aber maximal drei Jahre – erfolgreich hinter sich gebracht haben und sich sehr zeitnah selbstständig machen möchten. Bei der Vergabe spielen der Nachweis von Persönlichkeit, Zielstrebigkeit und Unternehmergeist grundsätzlich eine größere Rolle als Bestnoten. Die Förderung umfasst unter anderem die kostenlose Teilnahme am Managementlehrgang. Zusätzlich erhält der Stipendiat, in diesem Jahr Dr. Philipp Maatz, Dienstleistungen der Opti Zahnarztberatung GmbH und verbringt eine spannende Woche mit Wolfram Greifenberg.

Infos unter www.betriebswirt-zahnmedizin.de.

Von: Yvonne Hasslinger, Mannheim

Dr. Philipp Maatz, Stipendiat 2016, Dr. Dieter Reusch, Christian